Geschichte

Entstehung der Bommersheimer Raubritter Kerbeborschen: Nach unseren Auftritten zur Bommersheimer Kerb werden wir immer wieder gefragt, warum tragen die Bommersheimer Kerbeborschen keine weißen Hemden und Strohhüte wie die anderen Kerbeborschen aus dem Taunuskreis. Zur Klärung und Information gehört erst etwas Geschichte (Nachzulesen in Bommersheim, Geschichte eines Dorfes ISBN 3-7829-0430-3): Von 1347 bis 1382 überfielen und rauben die Bommersheimer Ritter Reisende und Handelstreibende, die auf dem Weg zur Frankfurter Messe waren, aus. Im Laufe des stark aufkommenden Raubrittertums kam es zum Tode eines Kaufmannes. Dieses Ereignis war ausschlaggebend für die Stadt Frankfurt und die Städtebünde die Bommersheimer Burg zu belagern, einzunehmen und schließlich 1382 zu zerstören. Mit Anderen konnten zur Zeit der Zerstörung Wolf, Philipp, Johann, Catharina und Grede zu Bommersheim als Ganerben der Burg Bommersheim aufgeführt werden. Ritter Heinrich stammt aus dem Jahr 1319 als das St. Batholomäusstift in Frankfurt die Zustimmung der Einrichtung/Stiftung einer ewigen Messe in Castro Bomirsheim durch den Ritter Heinrich von Bomirsheim, Burggraf zu Starkenburg, gab.

 

Im Jahr 1979 übernahm Rudi Großmann mit dem damaligen Kerbevadder Hans Bind das Raubritter-Motto für die Bommersheimer Kerbeborschen. Nebenbei von 1977 bis 1988 fand die Kerb genau auf den Überresten der zerstörten Bommersheimer Burg statt. Da die Kerbeborschen keinerlei Einnahmen hatten und nicht nur der immer sich wieder leerende Bembel sondern auch die Kleidung und Ausstattung bezahlt werden musste, hat man die Raubritterzüge auf Kaufleute an einem Tag der Kerb beibehalten. Außerdem wurden 1981 zahlungsfähige Geschäftsleute zur finanziellen Unterstützung der Raubritter zu Ehrenrittern geschlagen und anschließend zur Kasse gebeten. Wer könnte die Raubritter besser tatkräftig bei ihren Raubzügen auf dem Festplatz und durch

die Strassen von Bommersheim unterstützen als der Henker. So werden die Kerbeborschen (Ganerben) auch dieses Jahr wieder von Ritter Heinrich, Burgfräulein Catharina und dem Henker unterstützt.

Raubrittertum gemischt mit etwas Tradition glauben wir von uns behaupten zu können, wir sind schon was besonderes, aber vor allem anders als andere Kerbeborschen.

 

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